Degas lehnte die von den Impressionisten gern praktizierte Freilichtmalerei ab. Er arbeitete im Atelier mit Hilfe von Modellen oder von Zeichnungen, die er vor Ort gemacht hatte oder auch einem bereits vorhandenen Fundus entnahm. „Es hat nie eine weniger spontane Kunst gegeben als die meine“, erklärte er. „Was ich mache, ist das Resultat des Nachdenkens und des Studiums der großen Meister. Von Inspiration, Spontaneität, Temperament […] weiß ich nichts.“ In den Jahren 1895/96 beschäftigte Degas sich mit der Fotografie; aus dieser Zeit sind zwei Gemälde nachgewiesen, zu deren Vorbereitung er sich eigener Fotografien bediente. Jedoch kehrte er, da ihn das Verfahren offenbar nicht befriedigte, danach wieder zur Zeichnung zurück. Große Bedeutung maß Degas, wegen der damit verbundenen Freisetzung der Phantasie, dem Zeichnen und Malen aus dem Gedächtnis bei.

Überliefert ist die Gewohnheit des Künstlers, fertige Bilder wieder und wieder zu überarbeiten.

 

Edgar Degas, Sur le-champ de courses (Les-Courses), 1861-62

© Kunstmuseum Basel, Sammlung Online http://sammlungonline.kunstmuseumbasel.ch/eMuseumPlus 04.09.2019

Edgar Degas | Sur le-champ de courses (Les-Courses)

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